Angeln auf dem Ozean – die typische Auswahl
Die Artenvielfalt am Haken ist auf Blauwasserreisen meist überschaubar – dafür sind die „Klassiker“ ziemlich zuverlässig.
Am häufigsten beißt Mahi Mahi (auch Dorado oder Goldmakrele). Den erkennt man gut am markanten Kopf und dem gelb schimmernden Farbspiel. Kulinarisch ein Volltreffer: zart, saftig – und aus unserer Sicht am besten mariniert und auf dem Heckkorbgrill gegart.
Hin und wieder kommt ein Thunfisch dazu – fast immer Gelbflossen-Thun. Blauflossen-Thun ist deutlich seltener. Außerdem gilt er vielerorts als überfischt und wird in vielen Regionen besonders geschützt. Gelbflossen-Thun eignet sich hingegen – richtig behandelt – sehr gut auch für Rohgerichte.
Wichtig bei rohem Fisch: Am besten nicht sofort nach dem Fang roh essen. Eine gängige Praxis ist, mindestens 24 Stunden zu warten (u. a. wegen der Reifung/Leichenstarre). Wer es nicht nur klassisch mit Soja und Wasabi mag: In der Südsee-Variante wird der Fisch roh mit Limettensaft und Kokosmilch mariniert.
Nicht selten wird auch ein Bonito gefangen und zunächst für Thunfisch gehalten. Kein Wunder: Er ist mit Thunfischen verwandt und sieht ähnlich aus. Geschmacklich gut, aber meist etwas „rustikaler“ und qualitativ nicht ganz auf Sushi-Niveau. Fun Fact: Bonito landet auch häufig als „Thunfisch“ in der Dose.
Und dann gibt’s die selteneren Highlights: Wahoo, Königsmakrele oder sogar Marlin. Wenn so etwas beißt, ist das immer ein kleines Bordfest – passiert nur eben nicht jeden Tag.
Die besten Zeiten zum Fischen auf hoher See
Die besten Chancen haben Sie rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In diesen „Fütterungszeiten“ sind viele Fische aktiv auf Jagd – und Ihr Köder wirkt plötzlich deutlich interessanter als um die Mittagszeit im spiegelglatten Blau.
Spannend wird es, wenn der Köder abends „aus Versehen“ draußen bleibt – besonders bei fluoreszierenden Ködern, die nachts im Wasser leuchten. Das kann Tiefseebewohner nach oben locken, die man sonst eher aus Dokus kennt. Der Haken daran: Diese Fänge sehen oft so aus, als hätten sie einen eigenen Warnhinweis dabei: „Bitte nicht verzehren.“
Darum unser pragmatischer Tipp: Lieber tagsüber angeln, vor allem, wenn der Fang auch auf den Teller soll. Nachts darf es gern beim Staunen bleiben – und die Pantry bleibt stressfrei.
Und Infos über die richtige Ausrüstung zum Hochseefischen gibt es hier.


